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Zwischen Paragrafen und Kunstwerken
- 17. Juni 2026
- Gepostet von: admin
- Kategorie: Allgemein
Wie läuft eine Gerichtsverhandlung ab? Und wie subjektiv darf Kunstbetrachtung sein? Diesen Fragen gingen die Schülerinnen der 2 FS bei einem Exkursionstag in Mürzzuschlag nach.
Der Vormittag am Bezirksgericht bot direkt einen tiefen Einblick in die juristische Praxis: In einer Schadenersatzsache nach einer Räumung wurde über einen Betrag von mehr als 6.000 Euro gestritten. Da bei diesem Streitwert anwaltliche Vertretung erforderlich war und der Beklagte ohne Rechtsanwalt erschien, erging bereits nach wenigen Minuten ein Versäumnisurteil. Für die Schülerinnen wurde damit anschaulich, welche Folgen es haben kann, behördliche Schreiben und gerichtliche Ladungen nicht genau zu beachten.
Die Leiterin des Bezirksgerichts, Richterin Mag. Karina Gamperl-Stecker, nutzte die Zeit danach für ein ausführliches Gespräch. Sie erklärte den Berufsalltag einer Richterin sowie die verschiedenen Gerichtsarten und veranschaulichte das Rechtssystem mit packenden Praxisbeispielen, die von gepfändeten exotischen Tieren bis hin zu den rechtlichen Konsequenzen beim Versenden von Nacktfotos reichten.
Den bunten Gegenpol bildete der anschließende Besuch im Kunsthaus Mürz. Die Leiterin des Hauses, Frau Mag. Ursula Horvath, empfing die Klasse mit großer Gastfreundschaft. Sie führte die Jugendlichen durch die Ausstellung „My World on Fire“ und vermittelte dabei auf Augenhöhe, dass Kunst keinen starren Regeln folgt: Jede Wahrnehmung ist legitim, und es ist völlig in Ordnung, wenn nicht jedes Werk gefällt oder anspricht. Durch diesen nahbaren, offenen Zugang ermutigte sie die Schülerinnen an, ohne Scheu ganz eigene Sichtweisen und Zugänge zu den Arbeiten zu entwickeln.



